BRONCHIALE HYPERREAGIBILITÄT

Im Schnitt atmet ein erwachsener Mensch ca. 15 m³ Luft pro Tag worüber wir den für uns lebenswichtigen Sauerstoff zuführen. Etwa 300 Millionen Lungenbläschen, die insgesamt ca. einen Tennisplatz an Fläche ergeben, sorgen dabei für den notwendigen Sauerstoffaustausch.

Wir inhalieren aber auch mit jedem Atemzug Schadstoffe aus der Umwelt .
Um sich vor den eintreffenden Schadstoffen zu schützen, reagiert die Lunge durch verschiedenen Mechanismen.

Die Auswirkungen dieser Reizstoffe auf die Lunge hängen von verschiedenen Faktoren wie Art, Konzentration sowie Dauer der Belastung ab.
Bei entsprechender Disposition eines Menschen kann es zu Reizungen der Bronchien – HYPERREAGIBILITÄT- kommen. Viele Reizstoffe aus dem Alltag, wie etwa Pollen, Staub, Zigaretten und Verkehrsabgase, aber auch Materialien des täglichen Lebens wie Reinigungsmittel oder Parfums können zu einer Hyperreagibilität, also Überempfindlichkeit führen.

Wie weit Feinstaubpartikel in die Lunge gelangen hängt von ihrer Größe oder im Falle eines Gases (z.B. Ozon) von dessen Wasserlöslichkeit ab.

Die Lunge betreffend gelangen Partikel kleiner als 10 µm in die Bronchien und Bronchiolen und Partikel mit einer Größe von 2-3 µm sogar weiter bis in die Lungenbläschen. Am meisten Beachtung findet Feinstaub mit einer Größe von 0,1 µm – die ultrafeinen Partikel. Da das Immunsystem des Körpers diese Fremdkörper wahrnimmt, kann es durch eine Immunreaktion auch zu Reaktionen des Körpers außerhalb der Lunge führen. Eine erhöhte Exposition mit Feinstaub gilt unter anderem als Ursache für ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen.